Sonntag, 8. Dezember 2013

Das Fräulein Grete Meier hat ein Herz für Kinder

 Das Fräulein Grete Meier hat ein Herz für Kinder

Weihnachtszeit - Spendenzeit. So ist es nun mal. Wie sagte die Bankerin von Fräulein Grete Meier neulich: "Da spenden sie alle, als ob es nur zu Weihnachten Menschen und Tiere in Not gibt. Die wollen doch nur ihr schlechtes Gewissen beruhigen." Die Grete sieht das etwas differenzierter. Besser Weinachten spenden, als überhaupt nicht. Und wenn das Geld eben in der Zeit aus unerfindlichen Gründen lockerer sitzt, so what? Also "so what" hat die Grete natürlich nicht gesagt. Das war der Simon, als Grete ihm von ihrem Besuch bei der Bank erzählt hat. Dabei ist es meist nicht das schlechte Gewissen was es zu beruhigen gilt. Die Gründe, warum jemand spendet, sind recht vielfältig. Und niemand hat je ein schlechtes Gewissen erwähnt, wenn das Thema mal aufkam. Vor allem Rentner spenden vor Weihnachten. Auch Onkel Günther. "Grete", sagt er immer, "Grete, ich hab doch genug. Und ich weiß was es heißt, Hunger zu leiden." Ähliches sagt auch Frau Korters. "Meine Generation kennt Krieg, Leid und Hunger. Auch wenn ich nicht viel habe, an Weihnachten muss ich einfach was abgeben!" Susi kennt selber keinen Hunger und keinen Krieg. Nur aus Geschichtsbüchern. Aber sie spendet auch. Für Tiere. Grete findet das in Ordnung. Heidi Seelig spendet nie. "Ist doch für die Katz, die stecken sich das doch alle in die eigene Tasche. Das Geld kommt doch nie da an, wo es gebraucht wird!" Ein bisschen muss ihr die Grete da leider recht geben. Zu oft hat man da schon Negatives lesen müssen. Letztens erst hatte die Grete einen Bericht gesehen, in dem es um Altkleidersammlungen ging. Die Grete war ganz schön schockiert gewesen, dass der größte Teil der Kleidung irgendwo in Afrika landet. Aber nicht bei den ärmsten der Armen, sondern auf Verkaufstischen. Seitdem gibt die Grete ihre Sachen immer direkt in der Kleiderkammer der evangelischen Kirche ab. Ist zwar aufwendiger als zum Container zu laufen, aber effektiver. Also so gar nicht spenden, nichtmal an Weihnachten, findet die Grete doof. Deshalb hatte sie ja auch die Diskussion am Freitag in der Gemeinschaftsküche angeregt. Mit Einverständnis vom Chef. Der spendet nämlich jedes Jahr eine größere Summe an die Organisation "Ein Herz für Kinder". Vielleicht, weil er selber keine hat. Oder aus anderen Gründen. Grete ist das egal. Sie findet das gut. Denn bei "Ein Herz für Kinder" kann man auf der Webseite genau nachlesen, wohin das Geld wandert. Mal wird ein Spielplatz in einer Hochhaussiedlung gebaut, mal eine  Kita unterstützt. Oder eine Behindertenschule. Auch einzelne Kinder erhalten Hilfe. Da wird ein dringend benötigter Rollstuhl angeschafft oder auch eine ganze Wohnung behindertengerecht umgebaut, weil die Eltern sich das nicht leisten können. Zwei Drittel der Spenden bleiben in Deutschland. Auch das gefällt der Grete.
Und gestern war es ja mal wieder soweit. Der Spendenmarathon "Ein Herz für Kinder" im ZDF. Grete hatte am Freitag mit Simon, Susi, Eido und der Berta fleissig in der Firma gesammelt. Richtig stolz war sie, weil mit einem bisschen Überzeugungsarbeit jeder Mitarbeiter etwas in das Riesenschwein gesteckt hatte, welches Eido extra besorgt hatte. Was war das für ein Spaß gewesen, als es nachmittags geschlachtet wurde! Ein schönes Sümmchen ist dabei zusammen gekommen. Der Chef hat dann die Summe auf einen ansehnlichen runden Betrag aufgestockt.Und dann hat er die vier Sammler noch zu sich nach Hause eingeladen am Samstagabend. "Nichts großes, meine Frau macht nur ein paar Schnittchen. Wir haben doch diesen riesigen Fernseher. Da können wir uns gemütlich die Sendung anschauen." 
Der Abend war wirklich gelungen. "Auch wenn die Schnittchen nicht an ihre rankommen, Frau Meier", wie Eido später sagte. Grete ist daraufhin ganz rot geworden. 
Heute morgen hat sie dann gelesen, dass mehr als sechzehn Millionen Euro gespendet wurden. "Da wird einem ja ganz schwindelig vor so viel Hilfsbereitschaft", hat die Grete bei einer Zigarette auf dem Balkon zu Herrn Heinevetter gesagt. Der hatte die Sendung natürlich ebenfalls gesehen. "Und gespendet habe ich auch", sagte er stolz. "Fünfzig Euro! Ach Frau Meier, hamse schon von dem Pocher und der Lisicki gehört? Die sollen ja jetzt zusammen sein. Doll, wie der das immer schafft!"





Kommentare:

  1. Grete, deine Gedanken sind schon richtig. Lieber zu Weihnachten spenden als überhaupt nicht. Ich habe es mir seit Jahren zu eigen gemacht, hier unseren evangelischen Kindergarten zu besuchen und zu fragen, was dringend benötigt wird. In diesem Jahr sind es die kleinen Gästetücher. Ich habe eine größere Anzahl gekauft, durchgewaschen und und abgegeben. Das ist ganz bestimmt angekommen. Hinzu kamen noch 4 spezielle Bälle.
    Da man von meinem Engagement als Lesetante gehört hatte, wurde ich gebeten, zweimal vor Weihnachten zu lesen. Einmal bei den Kleinen 3-4 Jahre und einmal bei den
    Größeren 5-6 Jahre. Das mache ich gern. Meinst du, dass eine solche Spende sinnvoll ist? Sicher, man könnte auch die Eltern zur Kasse bitten - aber in diesem Kiga sind auch 5 Kinder, die gesponsert werden. Da zahlen die Eltern schon genug zusätzlich in jedem Monat.
    Die Sendung habe ich auch gesehen. Ich war wirklich berührt, was da alles zusammengekommen ist.
    Herr Heinevetter ist ja wirklich auf dem Laufenden. das wuste selbst ich nicht. (lach).
    Eine schönen Restabend wünscht dir
    Irmi

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    1. Das ist klasse liebe Irmi, auch dein Posting von heute morgen zum Thema Weihnachtsessen für Obdachlose. Und ja, solche Spenden sind sinnvoll. Im Grunde ist es jede Spende.
      Gruß vonner Grete

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  2. Liebe Grete! Da hast du so recht: lieber an Weihnachten spenden, als überhaupt nicht. Ich bin vor ein paar Jahren aus der Kirche ausgetreten. Weil ich nicht hinter der Organisation stehe. Aber mein Geld, das bisher als Kirchensteuer zum Teil für karitative Sachen verwendet wurde, das wollte ich ab da komplett für etwas in meinen Augen Sinnvolles spenden. Und seitdem hab ich ein Patenkind in Afrika. Wir schreiben uns alle paar Monate mal einen Brief, da freu ich mich immer sehr. Einmal im Jahr bekomm ich einen Bericht der Hilfsorganisation. Mit aktuellen Fotos und auch einem Bericht aus dem Dorf. Zu Weihnachten, da schick ihr und ihrer Familie immer eine Kleinigkeit. Mir geht richtig das Herz auf, wenn ich dann ihre zwar kurzen, aber sehr herzlich gemeinten Briefe bekomme!
    Ich wünsch dir einen schönen restlichen 2. Advent!
    Liebe Grüße!

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    1. Eine gute Idee. So macht ein Kirchenaustritt auch noch Sinn. Vielen Dank für deinen Kurzbericht darüber.
      Gruß vonner Grete

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  3. Finde ich auch ok, liebe Grete, dass man Weihnachten spendet. Ist schon besser als gar nicht. Aber genauso wichtig finde ich, dass man weiß, wohin das Geld geht. Die Aktion in der Firma ist doch prima.
    Ich mache es ähnlich mit meinen Schulklassen.
    Einmal haben wir gebastelt und gebacken und diese Dinge dann an einem Nachmittag verkauft. Besonders die Großeltern waren gute Abnehmer. Das Geld haben wir dann in einem nahen, integrativen Kindergarten abgegeben, sind alle hingefahren und die Schulkinder haben mit den behinderten und gesunden Kindern einen Vormittag gespielt.
    Wir wussten dann auch genau, was mit dem Geld geschehen ist. Es gab auch mal eine Theateraufführung fürs ganze Dorf, den Erlös bekamen damals Familien aus Bosnien.
    Dieses Jahr packen wir Päckchen für die Dieburger Tafel. Die sammeln Spielzeug, das Eltern und Großeltern bekommen, die ansonsten ihren Kindern und Enkeln nichts schenken können.Alles wird direkt bei uns an der Schule abgeholt und die kinder können Fragen stellen...
    Solche Aktionen machen Spaß und helfen anderen.

    Ich finde es einfach gut, sich mal Gedanken zu machen und nach "nebenan" zu schauen und das scheint einfach Weihnachten besser zu gehen.
    Ich würde also mit Simon sagen: So what...

    Lieben Gruß und einen guten Start in die neue Woche
    Enya

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    1. ...und das scheint Weihnachten einfach besser zu gehen... Genau, liebe Enya. Deine Aktivitäten sind auch super. Schön, wenn man auf diesem Wege erfährt, was Menschen alles so tun, um anderen zu helfen.
      Gruß vonner Grete

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  4. Liebe Grete,
    ein toller Post! MIt vielen wichtigen Gedanken. Kann mich nur allem anschließen, was hier schon steht.
    ich spende zwar - per Dauerauftrag - regelmäßig kleine(re) Summen, oder helfe als ehrenamtliche Hand, hier und da mal mit. Und ich gebe zu, dass auch das vor Weihnachten iwie leichter geht! ;) so what....

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    1. Regelmäßig spenden finde ich auch super. Und .. man vergesse nie .. Kleinvieh macht auch Mist ..
      Gruß vonner Grete

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  5. Ich selber spende lieber regional, da bin ich wirklich sicher, dass das auch dort landet. Was mich oft ärgert, wir sollen spenden, aber wirklich erfahren wir nie, für was es ausgegeben wird. Trotzdem sollten wir abgeben. Wir sind so reich hier, auch wenn viele das nicht merken. Es geht den Armen auch gut, in Deutschland wird gesorgt, auch wenn es vielleicht nicht für die Playstation 4 reicht oder das neueste Galaxyhandy. Sich das mal vor Augen führen und nicht immer nur jammern, wäre schon toll.
    Wieder einmal ein guter Beitrag und Schnittchen mag ich auch, mit Ei und Gurke. Geli

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  6. alsooo Schnittchen mit Ei und Gürkchen die mag ich auch und das mit dem Spendenm,arathon find ich richtig Klasse, da recken sooo viele Promis ihr gesicht dafür hin, dass man davon ausgehen kann und annehmen muss, das gute werk kommt genau da hin wo es hin soll! - Klar dass es für besagte Galxhandy nicht gedacht ist, eher für Essen und TRinken und gute Schulen die gebaut werden sollen, und für die wasserspender und Reiniger die auch eminent wichtig sind, damit sich die Kinder nicht vior den bakterien fürchten müssen, ach, seufz, so viel ist zu bedenken wo es tatsächlich hin soll!....da furcht die Angel die Stirn und überlegt sich ne gute Adresse, die kennt sie nämlich und da schickt sie die Spende direkt hin, mittde Post natürlich.

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Da freut sich die Grete aber, dass du was zu sagen hast ...