Mittwoch, 7. Mai 2014

Gretes Senf am Mittwoch (07.05.14)

Gretes Senf am Mittwoch (07.05.14) 

Geiz ist geil - mittlerweile kennt wohl jeder vom Kleinkind bis zum Greis diesen Spruch. Und immer bietet diese kleine Werbezeile Anlass für Diskussionen. Oft genug auch im Zusammenhang Internetkauf versus Händler vor Ort. Versteht mich nicht falsch. Ich bin kein Krösus, zähle mich zu Otto-Normalverbraucher. Doch nur weil die Butter in den diversen Discountern eventuell eine paar Cent billiger ist als im Edeka umme Ecke, setz ich mich nich ins Auto. So gerne geh ich eh nicht einkaufen, da muss ich also nicht noch unbedingt zehn Läden abklappern um ein paar Cent einzusparen. Da bin ich lieber ungeil. Mein Kaufverhalten hält sich ungefähr die Waage. Einiges wird im Internet erworben, aber vieles doch beim jeweiligen Händler vor Ort. Je nach dem, wie es passt. Und was praktischer für mich ist. Bei den meisten Einkäufen habe ich im Nachhinein festgestellt, dass es kaum einen Preisunterschied macht. Egal ob ich etwas bestelle oder in der Stadt beim Fachhändler besorge. Ergo habe ich mir auch nie großartig Gedanken gemacht, sondern mich eher bei Diskussionen in diese Richtung auf die Seite der Einzelhändler geschlagen. Bis zu dem Zeitpunkt als feststand, dass für einen Umzug so ziemlich alle Möbel neu, Tapeten, Farben und Bodenbeläge gekauft werden mussten. Da bei mir nix ohne vernünftige Planung geht, wurde zuerst ein Plan aufgestellt. Was ist an Mammon da, was brauche ich und wieviel darf es kosten. Denn wie gesagt ... Krösus? Nein! 
Fakt war dann, dass die neue Küche schon etwas mehr verschlang, als ursprünglich gedacht. Und, es stellte sich heraus, das auch noch das Sofa neu musste. Dafür war aber  kein Budget vorgesehen. Also, was tun. Das alte, was farblich überhaupt nicht passt mitnehmen, oder woanders kürzen. Da ich ja so gerne immer alles passend haben will, musste also irgendwo gekürzt werden. Nur wo anfangen? Zumal ich mir schon so viel ausgesucht hatte. Und jetzt alles umwerfen und andere, günstigere Möbel und Tapeten kaufen, wollte ich nun auch nicht. Zuerst wurden also nochmals alle Fachgeschäfte (Malerbedarf etc.) und Möbelhäuser in der Umgebung (bis 100 km) abgeklappert. Preise aufgeschrieben und verglichen. Dann setzte ich mich an den PC und surfte mich durch zig Internetshops. Ich will es kurz machen.

Schieberegal: statt im Möbelhaus direkt auf der Internetseite des deutschen Herstellers gekauft (Versandkosten keine) 100,00 gespart.
Schreibtisch ebenso 80 Euro gepart. 
3 Bilder statt aus der Dekoabteilung des Möbelhauses bei amazon (wohlgemerkt die gleichen) 40 Euro gespart.
Matratzen ( auch identisch) direkt vom Hersteller über ebay 180 Euro gespart.
Esszimmerstisch bei Otto statt im Möbelhaus, obwohl gleich im Preis, mit 20 Prozent Rabatt durch eine Aktion von Otto. 50 Euro weniger
Der Hammer waren dann die Tapeten. Bei einem Onlinehändler bestellt lag die Ersparnis gegenüber einem Fachmarkt für Malerbedarf bei 350 Euro. Sonntags bequem online bestellt. Dienstags geliefert. Exakt von der gleichen Herstellerfirma.

Einzig eine TV-Wand war im Möbelhaus 50 Euro billiger als bei Ottoversand. Also wurde die da gekauft. 
Ersparnis insgesamt 850 Euro ... Voila ... die neue Couch ist gebongt. Übrigens im Möbelhaus umme Ecke. Denn eines kann man im Internet noch nicht. Probesitzen. Und so richtig hatte mir auch keine gefallen. Und die, in die ich mich verguckt hatte, gab es so in der Form tatsächlich nur da.

Geschäfte vor Ort sollen unterstützt werden. Damit bin ich bei euch. Aber wenn ich mir meine Rechnung so ansehe, dann kann ich jetzt durchaus verstehen, warum so viel mehr über das Internet gekauft wird. Und ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, wieviele Möbelhäuser, ob Internet oder im Haus vor Ort, die gleichen Möbel zu unterschiedlichen Preisen anbieten. Allein das teure Schieberegal gab es in zwei Möbelhäusern und in 14 verschiedenen Internetshops einschließlich ebay. Einige Händler klagen ja, dass Kunden sich in Fachgeschäften beraten lassen und dann doch im Netz kaufen. Das schieb ich jetzt mal weit von mir, denn außer bei der Küche (und die wurde dann auch dort gekauft), gab es in keinem einzigen Möbelhaus und in keinem der Baumärkte und Malerfachgschäfte eine Beratung. Wenn überhaupt, turnte ein gelangweilter Verkäufer durch die Abteilungen.

Trotz dieser Erfahrung werde ich weiter meine Butter und andere Dinge des täglichen Bedarfs umme Ecke kaufen. Ein paar Cent hin oder her. Eines hab ich jedenfalls gelernt dabei: Jedes Ding hat wie immer zwei Seiten und so schnell werde ich mich ganz bestimmt nicht mehr vollends auf die Seite der Einzelhändler schlagen.

Gruß vonner Grete







Kommentare:

  1. Da bin ich exakt bei dir, sehe es ebenso. LG geli

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  2. Kann mich auch nur anschließen!
    Liebe Grüße
    Kebo

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  3. hi,
    klar, manches ist tatsächlich im internet preiswerter. mein sohn kauft nur da.
    man muß halt schauen, wie du es gemacht hast.
    lg eva

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  4. Auch ich kann mich da nur anschliessen...
    Herzlichst grüsst Dich Yvonne

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  5. Hallo! Ich kann nur sagen, ich "wollte" eigentlich den Einzelhandel in der Umgebung unterstützen, aber die wollten einfach nicht.
    Ich habe eine Espressomaschine vor Ort bei M*diamarkt gesehen. Leider hatten Sie nur noch das Ansichtsexemplar. Der Verkäufer hat mir dann erklärt, man könnte unter Umständen versuchen noch ein Stück auszutreiben - wenn es denn sein müsste....ich habe dann dankend verzichtet und mich im Internet schlau gemacht. Dort gab es die gleiche Maschine bei einigen Händlern (nicht nur online) zum gleichen Preis. Gut, wir wollten immer noch den Einzelhandel in der Umgebung stärken. :) Mein Mann fuhr in die nächste Stadt und kam erfolglos retour - ich habe noch ein Geschäft angeschrieben. Dort hätten Sie mir das Gerät um 100,-- teurer verkauft. Auf mein Antwortmail, dass ich eben einen anderen Preis (und nicht nur von einem anderen Anbieter hätte) wurde einen Tag lang gar nicht reagiert. Ist ein kleines Geschäft, man hätte wenigstens schreiben können, ok, wir schauen mal, was geht.
    Lange Rede, kurzer Sinn - ich habe im online-Shop von M*ediamarkt bestellt und die Maschine am nächsten Tag vor Ort in der Filiale abholen können. An dem Tag erhielt ich dann auch eine Zusage des einen Geschäfts, sie könnten uns doch den gleichen Preis anbieten...wenn wir den belegen könnten, dass wir ein anderes Angebot haben....gut, da war es dann zu spät.....:)))
    lg karina

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  6. Liebe Grete,
    meine Lebensmittel kaufe ich auch beim Händler "umme Ecke". Ich schaue auch nicht nach den Sonderangeboten. Benzin kostet ja auch, wenn man von Laden zu Laden fährt.
    Mit dem Bestellen im Internet ist das bei mir so eine Sache. Ich bin handwerklich nicht so begabt - habe auch keine Hilfe. Also bleibe ich beim Kauf in den Möbelläden etc. Jedes Ding hat eben seine zwei Seiten.
    Einen schönen Tag wünscht dir
    Irmi

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  7. Liebe Grete,

    ja, so halte ich es auch im täglichen Lebensmitteleinkauf, ich mag es nämlich gar nichtLebensmittel einzukaufen, doch morgen muss ich wieder gehen, denn der Bauch hat auch immer Hunger, menno. Sehr interessant fand ich nun gerade Deine Recherche über die Ersparnis. Das hätte ich so nicht vermutet und sehe dass die Gewinne der Möbelhäuser wirklich enorm sein müssen dass es so große Spannen gibt. Ich freu mich dass nun Dein tolles Sofa doch noch rausspringt :-)

    Herzliche Abendgrüße
    Kerstin

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  8. Genauso mache ich es auch, liebe Grete.
    Wenn man diese preisunterschiede sieht, dann erschreckt es schon, welche (Gewinn)spannen da immer noch drin sind.Im Einzelhandel sind ja die Peresonal- und Mietkosten viel höher, und ich weiß, dass viele Einzelhändler die Entwicklung mit Sorge betrachten. Dennoch muss man auch an sich denken, wenn man eben kein Krösus ist.
    Meine Lebensmittel kaufe ich aber hier vor Ort, gehe auch regelmäßig zum Markt, weil ich da genau weiß, wo alles herkommt.
    Auch Kleinigkeiten kaufe ich hier in der Stadt, wo leider immer mehr kleine Läden zumachen. das ist eben die Kehrseite.

    Größeres bestelle ich meist im Internet, wie neulich das Fahrrad für meinen Enkel. Wir haben es uns vor ort angeschaut und dann im Netz recherchiert. 80€ Ersparnis, und das bei einem Kinderfahrrad.

    Also: Ja, es sollte sich die Waage halten. Wegen ein paar Cent fahre ich nicht durch die Gegend.

    Liebe Grüße
    Enya

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  9. Interessante Erkenntnisse liebe Grete!!!!!! Das muss man nach deiner überaus gründlichen Recherche wirklich sagen!

    möchte nicht vergessen über all dem schönen lesen bei dir, herzlichen Dank für deinen netten Kommentar zu meiner letzten geschichte auf dem Blog" der text ist rund"...ein solches Kompliment von dir: hat schon echt was und erfreut mich sehr!
    deine kleinen Alltagsgeschichten sind zu unser aller Freude und ein Höchstgenuß, schmunzelnd lesen wir....(was du durchmachst, mitmachst und welche Erfolge aus mancherlei Erkenntnissen kommen)....herzlichst Angelface....

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Da freut sich die Grete aber, dass du was zu sagen hast ...