Mittwoch, 18. März 2015

Gretes Senf am Mittwoch (18.03.15)

Gretes Senf am Mittwoch (18.03.15) 

Ausnahmezustand in Frankfurt, Terror in Tunesien und über Griechenland kreist bereits der Pleitegeier. Putin scharrt mal wieder mit den Hufen und die Piloten wollen zum X-ten Mal den Flugverkehr lahmlegen. Eigentlich genug, um an die Decke zu gehen. Will ich aber nicht. Nicht heute. 
Ich will es mir nämlich durch nichts, aber wirklich durch rein gar nichts nehmen lassen. Dieses rosarot und himmelblau getönte Frühlingsgefühl. Diese gelbgetupfte Grünewiesenlaune. Dieses Dreischrittevorundindieluftspringkribbeln im Bauch. Nichts da. All das will ich heute genießen. Scheißegal, was da draußen wieder passiert. Geht mir am Arsch vorbei. Aber sowas von. Sollen die Chaoten doch machen was sie wollen. Ich will davon nichts wissen. Heute zumindest nichts. Will lieber durch die Felder spazieren, den Duft frischer Erde einatmen, mich an den ersten Pflänzchen ergötzen und an den Blüten der Zierkirsche in Nachbars Garten schnuppern. Hach, das Leben kann so schön sein, wenn man es an sich ran lässt. Wenn man einmal nicht an die Probleme unserer schnöden Welt denkt. Wenn man einfach mal alles ausklammert, was nur im entferntesten an all die Gewalt und den Terror erinnert. Das ist gewiss nicht leicht. Dennoch ... 18 Grad und Sonne satt wirken da wie ein Erste-Hilfe-Kasten. Und wisst ihr was ... so ein kleiner Kirschlutscher im Mundwinkel ist das Wundermittel schlechthin. Sozusagen das getüpfelte i. Das Sahnehäubchen auf der GuteLauneTorte. Saugut.
Morgen ist ein neuer Tag. Und da kann ich mich bestimmt wieder aufregen. Ganz bestimmt sogar. Ist quasi schon vorprogrammiert, denn die Welt kann wohl nicht anders. Aber wie gesagt. Erst Morgen.

Gruß vonner Grete 




Kommentare:

  1. Man darf auch einmal an sich denken und das Leid der Welt ausklammern. Ich finde sogar, dass das ein Muss ist. Frühlingsluft tanken und es genießen. So muss es sein. LG Geli

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  2. Hallo Geli ... ja, es ist ein Muss ..wie soll man denn sonst alles ertragen? Das Muss muss ..
    Gruß vonner Grete

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  3. Radio aus, Fernseher aus, Internet aus und die Zeitung für den Biomüll. Die Welt wird sich auch weiterdrehen, wenn man einen Tag lang nicht mitbekommt, was auf ihr geschieht. Und der kleine Kirschlutscher war auch vor über 40 Jahren schon gut. Ich erinnere mich ganz deutlich.

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  4. Sehr richtig! Du machst dir ja bestimmt (genauso wie ich) viel zu oft Gedanken und Sorgen über Dinge, die du nicht direkt beeinflussen kannst. Da heißt es auch hin und wieder mal: alles ausklammern und das Leben einfach ma genießen :-)
    Liebe Grüße,
    Frauke

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  5. Grete, das hast du goldrichtig gemacht. Einmal allen Ballast abwerfen und hinter sich lassen. Das muss sein, sonst könnte man verrückt werden. So praktiziere ich es auch, wenn mir mal alles zuviel wird.
    Morgen ist auch noch ein Tag - das sollte man sich viel öfter sagen!
    Einen schönen Restabend wünscht dir
    Irmi

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  6. ...das ist immer die Frage, wie nah man politisches Geschehen an sich heran lassen soll....

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  7. Genau, erst Morgen! Sonnige Grüße, Kebo

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  8. Liebe Grete,
    obwohl ich ein vielseitig interessierter Mensch bin, habe ich vor ein paar Jahren damit (weitstgehend) aufgehört, Nachrichten zu sehen und Zeitung zu lesen. (Die ganz, ganz wichtigen Dinge können mir ja sowieso nicht entgehen, ich höre noch Radio und natürlich spreche ich auch mit anderen Menschen, da wird dann manches thematisiert.) Nicht dass es mir jemals am A vorbeigehen würde, was in der Welt passiert, im Gegenteil, es belastet mich zu sehr, WIE über die Welt geschrieben oder im TV gesprochen wird. Bloß noch Horrorbotschaften, bloß noch Jammer! Das ist wohl mit einer der Gründe, weshalb ich in meinem Blog versuche, nicht die schlimmen und deprimierenden Ereignisse zu erwähnen, sondern die schönen, erfreulichen, aufbauenden Dinge des Lebens. Die, die das Leben lebenswert machen und das viele wirklich SCHÖNE, das es auf der Welt gibt, zeigen...
    Genieße es!!!
    Ganz herzliche rostrosige Sonntagsgrüße
    von der Traude

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Da freut sich die Grete aber, dass du was zu sagen hast ...