Mittwoch, 10. Februar 2016

Gretes Senf am Mittwoch (10.02.16) - Wilder Müll

Gretes Senf am Mittwoch (10.02.16) - Wilder Müll 

Es gibt manchmal Phänomene zwischen Himmel und Erde, denen ich trotz intensiven Nachdenkens, Ermittlungen in alle Richtungen, einfach nicht auf die Spur komme. Meist handelt es sich um das ominöse Verhalten einiger (vieler?) Menschen. Gut, stolpere ich mal wieder am Straßenrand oder auf einsamen Waldparkplätzen über einen ausgedienten Kühlschrank, kann ich mir, zumindest annähernd, den Ablageort erklären. Irgendjemand hat wahrscheinlich völlig verzweifelt (gaanz bestimmt hatte das arme Wesen ein altes Auto ohne Navi) nach der örtlichen Mülldeponie gesucht und sie nicht gefunden. Und weil zuhause ja der neue Kühlschrank steht und im Keller ja überhaupt kein Platz mehr ist, und der Onlinezugang für die Bestellung des Elektroschrottmülls auch seit Tagen nicht mehr funktioniert,  blieb dem gebeutelten Menschen ja gar keine andere Wahl. Man stelle sich mal vor, da fährt einer stundenlang mit einem alten Kühlschrank spazieren, ohne eine Möglichkeit ihn loszuwerden. Das ähnelt einer mittleren Katasthrophe. Vor allem, wenn es langsam dunkel wird. Ist bestimmt kein Zuckerschlecken so mitten in der Nacht auf einem einsamen Waldparkplatz. Was da alles passieren kann. 
Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist das Verhalten einiger Zeitgenossen die Fast-Food lieben. Also nicht wegen dem Essen an sich. Sondern eher dem Ort des Verzehrs. Denn scheinbar schmeckt das Essen von Mc Donalds und Co am besten im Auto. Während der Fahrt. Echt, ich habe es, um der Sache auf die Spur zu kommen in einem Selbstversuch ausprobiert. Fazit: Die Burger und Chickendinger schmecken nach Pappe, ob ich im Auto esse oder auf der Parkbank. Kein Unterschied ehrlich. Einzig, dass ein öffentlicher Mülleimer in der Nähe war, um den Abfall zu entsorgen. Im Auto musste dafür der Beifahrersitz herhalten, bis ich wieder in heimatlichen Gefilden war und der hauseigene Mülleimer die Überreste schlucken konnte. Und genau da setzen meine Überlegungen an. Warum um alles in der Welt haben so viele ihr Auto dermaßen überladen, dass sich kein Platz mehr für die leeren Tüten,Verpackungen und Pommesreste findet?  Oder haben die alle etwa keine Mülltonnen zuhause? Und das in Deutschland. Hat da nicht jeder ein Recht auf eine Tonne? Nein, nein, hier hören meine Gedanken nicht auf. Obwohl ich es äußerst merkwürdig finde, dass die Reste der Mahlzeiten einfach aus dem Fenster der fahrenden Autos entsorgt werden, kommt es mir noch merkwürdiger vor, wo sich Derartiges bevorzugt ereignet. Nämlich an den Auf- und Ab- und Zufahrten der Autobahnen. In den begrünten Zwischenstücken. Wie muss ich mir das vorstellen? Ich habe Hunger, fahre zum nächsten Fast-Food-Laden, decke mich mit Nahrung ein (sofern man das Zeug als Nahrung bezeichnen kann), fahre wieder los, futtere das ganze Zeug während der Fahrt und dann - begebe ich mich schnurstracks zur nächsten Autobahnauffahrt und schmeiße den Müll aus dem Fenster. Ein wirklich merkwürdiges Ritual. Ich grüble und grüble ... komme aber nicht dahinter. Auch auf der Burgerverpackung- meine letzte Hoffnung, konnte ich keinen Hinweis auf diese Art der Müllentsorgung finden. Ich glaub, ich schreibe mal eine Mail an Mc-Donalds. Vielleicht können die mir weiterhelfen. Irgendein tieferer Sinn muss doch hinter dem seltsamen Gebaren einiger Mitmenschen stecken.

Gruß vonner Grete 



Kommentare:

  1. Das Zeug st keine Nahrung! Und alles nur bekloppt...
    Herzlichst
    yase

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  2. Aus wiederholt gegebenen Anlässen habe ich es zwischenzeitlich aufgegeben, das Gebaren einiger Mitmenschen verstehen zu wollen.

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  3. den "wilden Müll" liebe Grete sieht man tatsächlich wenn man an den Straßen entlang fährt (durch die kahlen Bäume am STraßenrand schimmern, auf Waldspielplätzen, auf fast jedem Parkplatz als stunden dort weder Mülleimer noch Ablageflächen dafür. Darüber hab ich mir auch schon oft Gedanken gemacht, mich geärgert über die gedankenlosigkeit der Vorbeifahrenden und die derer die das tun. "Einfach aus, Fenster werfen und nicht drüber nachdenken WER das dann wegräumt, als hätte die STrassenreinigung in den Städten nicht schon genug zu tun, anscheinend sollen sie dann auch noch quer übers Land fahren...tsss....ein gutes Thema liebe Grete auch wenn du es schon länger aufgegriffen hast...
    es zu sehen, ärgert einen immer wieder....
    hab einen schönen Valentinstag da sind dann eher Blumenverpackungsplastikbeutel am nä Parkplatz zu erwarten denn Blümchen überreicht man ja immer ohne Papier...
    herzlichst Angel...

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  4. Wunderbar geschrieben. Wir wohnen zwischen Wasser und Wald - Fast Food Verpackungen finden wir hier überall...
    Und obwohl die Mülldeponie ganz in der Nähe ist, die muss ständig geschlossen sein, oder warum finden wir immer wieder Kühlschränke und Waschmaschinen im Wald?
    LG
    Marle

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  5. Ich musste schon schmunzeln, obwohl dieses Thema wahrlich kein Team zum Schmunzeln ist. Ich finde einfach, dass diese Menschen nicht nachdenken. Oder sie denken immer nur: "Hauptsache ich bin es los". Über solche Rücksichtslosigkeiten könnte ich mich auch aufregen. Sie verschandeln doch ihre eigene Umwelt.
    Wenn ich keinen Mülleimer finde, dann nehme ich meinen Abfall mit und entsorge ihn zu Hause. Und für Kühlschränke und dergleichen gibt es wohl eine Mülldeponie, wo man auch Sondermüll abgeben kann. Ein bisschen Einsatz für unsere Umwelt kann man schon zeigen.
    Das fängt übrigens schon beim Kaugummi an, wie ich neulich in einer meiner Geschichten geschrieben habe.
    Danke für diesen wunderbar geschriebenen Post.
    LG
    Astrid

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Da freut sich die Grete aber, dass du was zu sagen hast ...