Mittwoch, 16. März 2016

Gretes Senf am Mittwoch (16.03.16) - Abikrieg

Gretes Senf am Mittwoch (16.03.16) - Abikrieg 

Nix los im Kopp ... anders kann ich mir das alles nicht erklären. Und ich rede hier nicht von uns Mutti, den AFD-Wählern oder der momentanen politischen Ausnahmesituation in Deutschland. Darüber habe ich mich schon innerlich genug aufgeregt. Nein, dieses NIX LOS IM KOPP richtet sich an den Nachwuchs. An die jungen Menschen, deren Eltern es ihnen ermöglicht haben eine gute und fundierte Schulbildung zu genießen. An die angehenden AbiturientenInnen. Und ganz besonders an die, die in Köln auf ein Gymnasium gehen.
Was zum Teufel ist in euch gefahren? Schlägereien und Pöbeleien auf den Straßen, Gewalt untereinander und Gewalt und Randale gegen unsere Polizei. Und das alles unter dem Deckmantel einer “Mottowoche”. Krieg - was bitte ist das für ein Motto? Jemand der sich das ausgedacht hat, kann keinen Funken Verstand besitzen.
Ich frage mich ernsthaft, wer hier versagt hat. Die Schule, also die Lehrer, die Eltern oder seid ihr es vielleicht selber? Ich gehe mehr von Letzterem aus. Denn immer alles auf Eltern und Lehrer zu schieben ist mir zu einfach. Ihr müsst blind und vollkomen verblödet, ohne jegliches Mitgefühl durch die Schulzeit geprescht sein. Ausgestattet mit Scheuklappen. Anders kann ich mir euer Verhalten nicht erklären. Denn sonst wüsstet ihr, was Gewalt und Krieg in der Welt anrichten. Schaltet mal facebook aus und euren Verstand (er muss ja irgendwo sein, sonst ständet ihr ja nicht kurz vor dem Abi) ein. Einfach mit offenen Augen durch die Welt gehen und nicht ständig den Blick nach unten auf das Smart-Phone richten. Dann hättet ihr euch vielleicht anders verhalten.
Wenn ich mir vorstelle, dass einige von euch später mal Operationen durchführen, oder auf einem Richterstuhl sitzen, wird mir schlecht. Man sagt immer - die Jugend ist unsere Zukunft. Armes Deutschland.
Dennoch, so ganz frei von Schuld kann ich Lehrer und Eltern auch nicht sprechen. Solch eine Agressivität baut sich nicht innerhalb von ein paar Stunden auf. Auch von diesen Seiten müssen Fehler im Vorfeld gemacht worden sein. Und kommt mir jetzt nicht mit Gruppendynamik. Jeder ... absolut jeder ist für sein Tun selber verantwortlich. Vor allem, wenn man erwachsen ist (oder sein will). Schaut hin und nicht weg. Handelt und kehrt nicht alles unter den Teppich. Ich hoffe sehr, dass alle Beteiligten auch die Konsequenzen tragen müssen.
Wacht auf und verwendet eure Schulbildung, um euch und euren Kindern ein friedliches Leben zu sichern. Ohne Gewalt und Krieg. Ein Leben voller Freude, Mitgefühl und Menschlichkeit. 
 
Gruß vonner kopfschüttelnden Grete
 
 
 

Kommentare:

  1. Liebe Grete,
    ich schließe mich dem Kopfschütteln an.
    Wir hatten auch Abi-Feiern. aber da ging es harmlos zu.
    Wir haben Blumenkästen abgehängt. Gartentüren ausgehängt. Was war das im Vergleich zu heute?
    Einen angenehmen Restabend wünscht dir
    Irmi

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  2. liebe Grete das ist ein ernsthafter und sehr ernst gemeinter Apell an die, die es angeht, an uns alle, die es angeht und die wir wegschauen und uns ducken!Die Gewalt und sie nimmt nach wie vor zu!!° ist eine Geißel die uns ins Verderben bringt, das sollte doch zum nachdenken anregen und doch wächst sie weiter, aus FRust, Hass, Ohnmacht, Langeweile, verdruss an dem was ist und der fehlenden Zukunftsperspektive die allgemein bekannt ist.
    Auf die Politik die umherschwimmt und Tausend Möglichkeiten eher ausprobiert ehe sie standhaft verteidigt was für die Menschen wichtig ist, nämlich FRIEDEN statt ständiger KRIEG, kann sich keiner mehr einlassen oder verlassen, zu schnell ändert sie ihr Fähnchen nach dem Wind.
    Werden je wieder Zeiten anbrechen wo wir unbeschadet, unschuldsvoll und vertrauensvoll durch unsere Welt laufen?
    Man glaubt so richtig - nicht mehr daran.,..

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  3. Eigentlich müsten sie es wissen ,die jungen Leute kurz vorm Abitur. Die Erziehung ist abgeschlossen und sie wollen erwachsen sein, so sind sie auch selber verantwortlich. Allerdings muss ich auch sagen, manche bekommen das rechte Rüstzeug fürs Leben von ihrem Elternhaus nicht mit. Da fängt Gewalt auch an.
    Ein guter Apell der Beachtung verdient hier auf dem Blog.
    Dir ein schönes Wochenende,Klärchen

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  4. Ich weiß, ich weiß - das ist ein oft bemühtes Klischee, macht es darum aber nicht weniger wahr. Es war der Krieg, der alles wieder auf Null gesetzt hat; der jungfräuliche Humus für die 68er. Die haben, man will es wahrhaben oder nicht, ein ganzes Volk um Sinn und Verstand gebracht. Und heute sind sie noch immer an der Macht - und die Verwahrlosung in allen Bereichen des Lebens, vor allem des Miteinander-Lebens, geht weiter und weiter und weiter....

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Da freut sich die Grete aber, dass du was zu sagen hast ...