Dienstag, 4. August 2015

Von Eiapopeia und gutschi gutschi

Von Eiapopeia und gutschi gutschi

Sowas von blamabel. Das Fräulein Grete Meier konnte es nicht fassen. Und das ausgerechnet mir, fluchte sie vor sich hin, während sie über den Parkplatz des Krankenhauses zu ihrem Auto ging. Und auch noch vor dem Chef! Das ärgerte die Grete am Allermeisten. Was musste der auch ausgerechnet heute nachmittag, wenn ich ... Grete ließ sich in den Fahrersitz sinken und zog energisch die Autotür zu. Wenn der morgen im Büro auch nur einen Ton sagt. Gretes Miene verfinsterte sich zusehends. Allein bei der Vostellung verkrampfte sich ihr Magen. Sie startete den Motor und fuhr mit quietschenden Reifen an. Gut, dass der Parkplatz vor dme Krankenhaus ausnahmsweise mal relativ leer war. 
Bis zur nächsten Ampel hatte sich die Grete wieder einigermaßen beruhigt. Nein, nein, der Schokoriegel, den sie aus ihrer Handtasche gefummelt hatte und der nun langsam in ihrem Mund die Geschmacksnerven zum Glühen brachte, hatte nun wirklich rein gar nichts damit zutun. Ehrlich nicht. Wie dem auch sei, als die Grete zuhause ankam war aller Ärger fast verflogen. Der Rest wich bei einer Tasse Kaffe und einer Zigarette. Denn da fand die Grete endlich Zeit, sich das Bild von der kleinen Anna anzuschauen. Das Baby von Susi und Simon war aber auch wirklich allerliebst. Gretes Herz schmolz dahin, wie vorhin die Schokolade in ihrem Mund. Kein Wunder, dachte die Grete, tief in das Bild versunken, dass ich mich da hab  Sohinreißen lassen. Sie lehnte sich auf ihrem Sessel zurück und schloss die Augen. Sie musste daran denken, wie unglücklich die Susi anfangs über die Schwangerschaft gewesen war. Und jetzt? So glücklich hatte die Susi ausgesehen. Und erst der Simon. Gestrahlt hatte er, als ob er gerade den Jackpot im  Lotto geknackt hätte. 
Simon hatte schon morgens ganz früh im Büro angerufen und voller Stolz mitgeteilt, dass die Anna auf der Welt ist. Grete war nach der Arbeit gleich ins Krankenhaus geeilt. Nicht ahnend, dass der Chef den gleichen Gedanken hatte. Gerade als Grete sich über das Babybettchen gebeugt  und leise "Eiapoapeia was raschelt im Stroh" sang, war er wohl ins Zimmer getreten. Grete war so versunken in den Anblick des knuddeligen kleinen Wesens vor sich im Bett, dass sie es nicht bemerkte.  Erst nachdem sie das Baby mit einem quitschenden "gutschi, gutschi" am Bauch gekitzelt hatte und sich aufrichtete, sah sie die Bescherung. Auf der anderen Seite des Kinderbettes stand er. Der Chef. Mit einen eigentümlichen Grinsen im Gesicht. "Gutschi, gutschi, Frau Meier!"

Herr Heinevetter lachte sich schlapp. "Echt jetzt, Frau Meier, gutschi, gutschi?" Die Grete grinste schief. "Ach ich weiß auch nicht. Immer habe ich mich aufgeregt, wenn ich solche Töne aus den Mündern anderer gehört habe. Hab mich gefragt, wie man nur so bescheuert reagieren kann, beim Anblick eines Babys. Und dann das ... aber ich sag Ihnen, mein lieber Herr Heinevetter. Die Kleine ist aber auch zu süß. So richtig zum Knuddeln sieht die Anna aus. Da konnte ich einfach nicht anders. Ganz die Susi ... nur ohne Make-up!" Grete hielt Herrn Heinevetter das Bild unter die Nase.
"Sieht aus wie jedes Baby, also ich würde da niemals ... gutschi, gutschi ...ich krieg mich nicht mehr ein!"
Grete riss das Bild wieder an sich und drückte es an ihre Brust. "Typisch Mann", knurrte sie. "Keine Ahnung von nix. Und das ganz viel!"





Samstag, 1. August 2015

Grete op internetter Tour (Teil 1)

Grete op internetter Tour (Teil 1) 


Wer kennt es nicht. Dieses Ding mit zwei Rädern auf dem sich Mann, Frau und Kind (manchmal auch zu zweit oder zu dritt) mehr oder minder schnell fortbewegen kann. Je nachdem wie man es wünscht. Natürlich kennt ihr es. Das Fahrrad. Und ganz bestimmt könnt ihr euch noch an eure ersten Fahrversuche erinnern. Die Älteren von euch haben dafür sicherlich das alte Fahrrad von Mutter oder Vater genutzt. Immer war der Sattel zu hoch oder eben die Beine zu kurz. Kinderfahrräder damals, vielleicht auch noch mit Stützrädern? Fehlanzeige! Da hatte es die nächste Generation schon viel besser. Die eigentliche Funktion des Fahrrades hat sich allerdings kaum verändert mit den Jahren. Damals wie heute dient es der Fortbewegung. Dennoch, fand man früher Fahrräder eher in ländlichen Gebieten, nutzen es heute auch viele Städter um dem zunehmendem Verkehrsaufkommen zu entgehen und vor allem um die Umwelt zu schonen. Denn ein Fahrrad ist völlig abgasfrei. Und kann, entgegen manch geläufiger Meinung, tatsächlich bei jedem Wetter genutzt werden. Gut, zwei Meter Hochschnee schafft es nicht. Aber ein Auto ebensowenig. Dementsprechend sind wir also wieder Pari. 


Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Ein Uraltspruch, der aber durchaus zutrifft. Denn es gibt sie. Die FahrradliebhaberInnen. Auf meiner ersten Tour habe ich bei einer solchen Liebhaberin angehalten. bikelovin liebt nicht nur Fahrräder, das Radfahren an sich, nein, auch alles was dazu gehört. Wie Reifen, Felgen, Fahrradschläuche, Speichen, Klingeln und dem ganzen Pipapo. Und sie mag es überhaupt nicht, wenn defekte Fahrradteile in irgendeiner Ecke verrosten oder schlichtweg dem Müll zugeführt werden. Und weil ihr das in der Seele weh tut, hat bikelovin angefangen, aus diesem Schrott Alltagsgegenstände und Dekorationen zu basteln. Teile die sehr innovativ sind und sich sehen lassen können. Wie z.B. dieses tolle Memoboard oder aus Fahrradschlauchresten ein Tropfenwindspiel.
Natürlich ist das nicht alles. Sie fotografiert gerne und "untermalt" die überaus interessanten und kurzweiligen Blogberichte von ihren Fahrradtouren stets mit tollen Fotos von unterwegs. Ausgefallene  Fahrräder sind ihr bevorzugtes Motiv dabei. So wie in diesem Blogbeitrag.
Was mir auch gut gefällt, sind ihre Tipps und Blogeinträge rund um das Radeln mit Kindern.  
Alles in allem ein liebevoll geführter Blog, der aus der Masse heraussticht. Für alle Radfans und solche die es vielleicht werden möchten Inspiration und eigentlich sogar ein Muss.

So, genug gequatscht. Hier geht es zum Blog



Gruß vonner Grete